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14.12.2018 : 6:43
Start-Up Group

Chromosomen (blau) und Mitosespindel (grün) während der Zellteilung

Am Anfang des Curriculums werden die „Anfänger“ von den fortgeschrittenen Curriculumsteilnehmern betreut. Es geht darum, etwas über Literaturrecherche,wissenschaftliches Arbeiten, Doktorarbeit und Promotion zu erfahren.

In der zweiten Hälfte des ersten Halbjahres werden zellbiologische und molekularbiologische Grundlagen der Tumorbiologie erarbeitet. Als Grundlage für die Seminare und die Referate dient das Lehrbuch „Biology of Cancer“ von Robert Weinberg ('The biology of Cancer', Robert A. Weinberg, Garland Science; 2nd edition (2014), ISBN 978-0-815340761) .

Es werden verschiedene Mechanismen und Prozesse angesprochen, die zur Tumorentstehung, Tumorprogression und zur Metastasierung führen können.

Zum Beispiel wird besprochen, wie der Teilungszyklus der Zelle stimuliert oder gebremst wird und welche intrazellulären Proteine daran beteiligt sind, wie sie sich in einer Tumorzelle verändern müssen oder ob sie vielleicht sogar komplett ausfallen. Es werden die "großen" Onkogene wie z.B. Ras oder myc besprochen sowie  Tumorsupressorgene wie p53, pRB oder p27, deren Ausfall oder Veränderung maßgeblich an der Entstehung von Tumoren beteiligt ist. Es wird auch besprochen, wie Viren oder andere externe Faktoren an der Entstehung einer Tumorzelle mitwirken. Es werden Mechanismen thematisiert, mit denen der Tumor sich vor dem Immunsystem schützt, mit denen er neue Blutgefäße zu seiner Versorgen aussprießen lässt und sich schließlich als Metastase in einem anderen Organ manifestiert.Zum Schluss geht es noch darum, wie Tumorzellen im Laufe ihrer Entwicklung eine Art "Evolution" durchlaufen.

Am Ende aller Vorträge wird das vorgestellte Thema diskutiert, wobei die Schwerpunkte besonders auf den sich daraus ergebenden klinischen Konsequenzen und neuen Therapiestrategien liegen. Oft ergänzen auch die Dozenten noch ein paar Aspekte aus der aktuellen klinischen oder molekularbiologischen Forschung, um das Ganze noch abzurunden.

Am Ende des ersten Jahres ist man dann gut gerüstet, um in den zwei klinischen Modulen zu erarbeiten, wie man von einem zellulären Vorgang zur Krankheit mit klinischem Erscheinungsbild und zu einer Therapie oder Behandlung der Tumorerkrankung kommt.