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31.10.2014 : 22:15
„Vier Augen sehen mehr als zwei“

Das Anneliese Pohl Krebszentrum Marburg bietet Krebspatienten und deren Angehörigen die Möglichkeit, eine neutrale Begutachtung des Erstbefundes zu erhalten.

Gerade bei einer so lebensverändernden Diagnose wie Krebs, kann eine Zweitmeinung Betroffene dabei unterstützen, die Erkrankung besser zu verstehen , Unsicherheiten zu nehmen und Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung zu leisten.

Die Betreuung durch das Zweitmeinungsteam beinhaltet :

  • Organisation und Koordination Ihres Anliegens
  • Persönliche Betreuung
  • Beratung durch einen spezialisierten Facharzt
  • Ggf. Vorstellung im Tumorboard (Fachteam)

Hierfür benötigen wir -wenn möglich- Ihre bereits vorhandenen Befunde z.B.

  • Arztberichte
  • Entlassungsberichte
  • Histologie
  • Laborergebnisse
  • OP Berichte
  • CT/MRT Bilder
  • Röntgenbilder

Nach telefonischem Kontakt/ Email Kontakt und Zusendung Ihrer Unterlagen, erfolgt die Besprechung des weiteren Vorgehens im Zweitmeinungsteam.

Sie werden zeitnah durch die Koordinatorinnen über Ihren Termin / und oder telefonische Beratung informiert.

Wir begleiten unsere Patienten in die Räumlichkeiten des jeweiligen Fachbereichs, auf Wunsch begleiten wir Sie zu Ihrem Gespräch.

Wir stehen Ihnen auch nach Ihrem Beratungsgespräch telefonisch zur Verfügung.


Zweitmeinungszentrum
Anneliese Pohl Krebszentrum Marburg - Comprehensive Cancer Center
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH Standort Marburg
Baldingerstraße, 35033 Marburg
Telefon 06421/5867776
Fax 06421/5867775
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Tumorforschungscenter erhält Namen von Anneliese Pohl

Fachbereich Medizin und Philipps-Universität würdigen Unterstützung

Das Comprehensive Cancer Center (CCC) der Philipps-Universität heißt ab sofort Anneliese Pohl Comprehensive Cancer Center. Damit würdigen der Fachbereich Medizin und die Philipps-Universität die Unterstützung und die Leistungen des Ehrensenators der Marburger Philipps-Universität und Ehrendoktors am Fachbereich Medizin, Professor Dr. Dr. Reinfried Pohl und seiner im Jahr 2008 verstorbenen Frau Anneliese Pohl.

,,Mit dem neuen Namen würdigen wir auf Dauer die außerordentlich großzügigen Förderungen durch die Familie Pohl, besonders die langjährige Unterstützung der Onkologie durch die Anneliese Pohl-Stiftung", sagte die Präsidentin der Philipps-Universität, Professorin Dr. Katharina Krause.

Prof. Pohl teilt mit, dass er die Erforschung von Ursachen, Diagnostik und Therapie der Krebserkrankungen mit 2,5 Mio. Euro aus der Anneliese Pohl-Stiftung und mit 2 Mio. Euro aus der Dr. Reinfried Pohl-Stiftung fördert.

Im Jahr 2005 wurde in Marburg das Comprehensive Cancer Center (CCC) gegründet, das nach US-amerikanischem Vorbild eine stärkere institutionale Zusammenarbeit der verschiedenen onkologischen Einrichtungen anstrebt und die Grundlage bilden soll, klinische Forschung zu fördern und zugleich Forschungsergebnisse aus vorangegangener Grundlagenforschung direkt in die klinische Behandlung zu überführen.

,,Reinfried Pohl schafft durch seine Förderung für die Marburger Krebsforschung eine herausragende Grundlage für einen Ergebnistransfer in die unmittelbare Krankenversorgung. Dadurch wird der onkologische Schwerpunkt am Marburger Universitätsklinikum erheblich und nachhaltig gestärkt", freut sich Professor Dr. Jochen A. Werner, Direktor der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM).

Professor Dr. Andreas Neubauer, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Immunologie am UKGM dankt für eine erneute finanzielle Unterstützung Pohls für die Arbeit am CCC, die unter dem Motto steht ,,Krebs: Forschen, lehren, heilen". ,,Tumorerkrankungen sind die Geißel des 21. Jahrhunderts. Bundesweit sterben 250.000 Menschen an Krebs, jedes Jahr", so Neubauer. ,,Reinfried Pohl beschenkt unseren Fachbereich und unsere Universität durch eine großzügige Spende und stärkt die Marburger Onkologie in hervorragender Weise. Dafür danken wir ihm. Seine Spende unterstreicht die Stärke der Marburger Tumorforschung und fällt somit auf fruchtbaren
Boden. Das Anneliese Pohl Comprehensive Cancer Center wird dafür Sorge tragen, dass wir in Marburg Krebserkrankungen besser verstehen, und somit Heilungschancen verbessern können. Professor Pohls Zuwendung wird uns Ansporn sein, mehr und besser zu forschen, damit mehr Patienten von ihrem Krebs geheilt werden können."

Die Erforschung und Behandlung der Krebserkrankung prägt die Marburger Universitätsmedizin seit vielen Jahren. Gezielte Berufungen von Professorinnen und Professoren sowie der Aufbau des Instituts für Molekularbiologie und Tumorforschung, gegründet 1988 als Bestandteil der Philipps-Universität, bildeten die Grundlage für die Etablierung des Schwerpunktes Onkologie am Marburger Fachbereich Medizin. Neben der Forschung und Krankenversorgung wird in Marburg der Krebsbehandlung auch in der studentischen Lehre eine besondere Aufmerksamkeit beigemessen. Hierzu wurde erstmalig in der Bundesrepublik ein eigenes Schwerpunktcurriculum Onkologie gegründet, das von den Studierenden der Medizin mit großem Interesse wahrgenommen wird.

v.l.n.r: Professor Dr. Andreas Neubauer (Onkologie, Sprecher des CCC), Professorin Dr. Katharina Krause (Uni-Präsidentin), Professor Dr. Jochen Alfred Werner (HNO, Ärztlicher Direktor), Professorin Dr. Rita Engenhart-Cabillic (Strahlentherapie, stv. Sprecherin des CCC), Professor Dr. Klaus Jochen Klose (Studiendekan des Fachbereichs Medizin) und Professor Dr. Rolf Müller (Molekularbiologie und Tumorforschung) (Foto: Philipps-Universität Marburg)