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14.12.2018 : 7:39
Bewerbung zur Teilnahme am Schwerpunktcurriculum Onkologie

Zu Beginn des Wintersemesters 2017-2018 können Sie sich für die Teilnahme am Schwerpunktucurriculum Onkologie bewerben.

Nachdem diese Bewerbung beim Studiendekan eingegangen ist, wird sie an eine Auswahlkommision weitergegeben, in der neben Hochschuldozenten und Medizinern u.a. auch aktuelle Teilnehmer des Schwerpunktucrriculums als studentische Vertreter über ihre Bewerbung entscheiden.

Unter nachfolgendem Link finden Sie weitere Informationen zur Bewerbung.

Marburger erneut mit Hessischem Hochschulpreis für Lehre ausgezeichnet

Prof. Dr. Andreas Neubauer und PD Dr. Gabriele Jaques (Foto: Stefan Schüler)

19.12.2008 - "Die Lehrplanentwicklung „Schwerpunktcurriculum Onkologie“, die die Marburger Krebsforscher PD Dr. Gabriele Jaques und Prof. Dr. Andreas Neubauer zusammen mit Studierenden entwickelt haben, wurde mit dem 3. Projektpreis des "Hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre" ausgezeichnet.

 

Der Wettbewerb, für den das Land 250.000 Euro und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung weitere 125.000 Euro zur Verfügung stellt, ist die höchstdotierte Auszeichnung dieser Art eines deutschen Bundeslandes und würdigt die Entwicklung und die Umsetzung von guten und zukunftsweisenden Lehrkonzepten. Staatsministerin Silke Lautenschläger überreichte gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Madeja von der Hertie-Stiftung im Schloss Biebrich am 19. Dezember die fünf Einzelpreise. „Exzellente Forschung und Lehre sind als zwei gleichwertige und wesentliche Zielsetzungen einer Hochschule zu begreifen“, hob Staatsministerin Lautenschläger hervor. Mit der Auszeichnung unterstreiche die Landesregierung, welche Bedeutung sie guter Lehre an den Hochschulen zumesse.

Der mit 50.000 Euro ausgezeichnete Marburger Beitrag von PD Dr. Gabriele Jaques und Prof. Dr. Andreas Neubauer geht neue Wege in der frühzeitigen Ausbildung der Studierenden im Feld der Krebsforschung und –therapie. „Die Therapie von Patienten mit Tumorerkrankungen wird eine der großen Herausforderungen der nahen Zukunft darstellen und muss im interdisziplinären Kontext aller involvierten Fachrichtungen behandelt werden“, sagt Neubauer. Allerdings existiere bundesweit bislang keine fächerübergreifende abgestimmte Ausbildung im Bereich der Onkologie im Regelstudium der Humanmedizin. Deshalb entwickelten Neubauer und seine Kollegin Gabriele Jaques zusammen mit Studierenden Cornelia Link, Sebastian Horn, Carolina Sterz, Christine Wack und Christian Temme das spezielle Lehrprogramm „Schwerpunktcurriculum Onkologie-Comprehensive Studies of Oncology“. 

Die Gewinner des Hessischen Hochschulpreises für Lehre 2008. Ganz links die Marburger Onkologen PD Dr. Gabriele Jaques und Prof. Dr. Andreas Neubauer.

„Der Plan war, besonders interessierten und qualifizierten Studierenden die Gelegenheit zu geben, schon während des Medizinstudiums, parallel zu ihrem normalen Studium, zusätzliche exzellente Kenntnisse und Fähigkeiten in der Krebsforschung und in der Tumortherapie auf hohem Niveau in einer strukturierten Zusatzqualifikation zu vermitteln“, so Jaques. Von Anfang an waren Studierende in die Konzeption eingebunden: "Über Ziele, Methoden und Erfolg wird mit den Studierenden beraten, ebenso steht eine Sprecherin oder ein Sprecher der Studierenden den Origanisatoren zur Seite", sagt Jaques. Und fortgeschrittene Studierende sind Tutorinnen und Tutoren der jüngeren Kommilitonen. Insgesamt sei das Curriculum durch eine starke Selbstorganisation der Studierenden geprägt.

Im Wintersemester 2005/2006 startete erstmalig das sechssemestrige Pilotprojekt mit 17 Studierenden. Das Schwerpunktcurriculum Onkologie erfolgt studiumbegleitend und auf Wunsch der Studierenden in englischer Sprache. Zusätzlich zu den Seminarreihen während des Semesters ist z.B. ein Auslandsaufenthalt in einem Comprehensive Cancer Center oder eine Hospitation in der forschenden Arzneimittelindustrie vorgesehen.    Bei der Preisverleihung hob Prof. Dr. Michael Madeja, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, hervor, dass die Hertie-Stiftung bei der Auswahl eine paritätische Studierendenbeteiligung in der 14-köpfigen Jury erwirken konnte. „Gerade eine Stiftung hat die Aufgabe, jenseits staatlicher Interessen, initiativ neue Modelle zu entwickeln und guten Ideen zum Durchbruch zu verhelfen“, sagte er. Zudem wurde in diesem Jahr die Zahl der Preise gegenüber dem ersten Ausschreibungsjahr 2007 reduziert und damit der einzelne Preis aufgewertet. Erstmals wurde auch ein Preis für zwei studentische Tutorinnen verliehen."

 

Quelle: Pressestelle der Philipps-Universität Marburg; letzte Änderung 12.01.2009