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14.12.2018 : 6:07

Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Direktor: Prof. Dr. med Johannes Kruse

Stellvertretende Direktorin: Dr. med Beate Kolb-Niemann

 

Krebs ... Was nun?

Vom Zeitpunkt der Diagnosestellung an befindet sich der Mensch in einer "Sondersituation". Sie wird meist als ein

"Sturz ins Bodenlose" mit oft großen seelischen, familiären und beruflichen Folgen empfunden. Trauer und Hilflosigkeit, Angst und Verzweiflung, Gefühle der Niedergeschlagenheit, aber auch Wut, Enttäuschung, Verlust  des Lebensmutes und des Vertrauens sind normale Reaktionen auf eine "nicht normale" Situation.

Diese Symptome lassen sich oft nicht ganz zur Seite schieben, aber es lässt sich lernen, mit ihnen umzugehen.

 

Psychologische Unterstützung – Wieso und wofür?

Das Ziel des psychoonkologischen Dienstes ist es, Sie und Ihre Angehörigen in dieser außergewöhnlichen Lebensphase zu begleiten und zu unterstützen. Wir können gemeinsam Vorstellungen und Ängste überprüfen, um eine Neuorientierung zu ermöglichen, ihre Ressourcen stärken und ein „offenes Ohr“ für die Themen, die Sie gerade beschäftigen oder belasten, bieten.

Eine psychische Stabilisierung stellt nach aktuellen Forschungsergebnissen einen ganz wesentlichen Aspekt einer ganzheitlich orientierten Krebstherapie dar und wirkt sich positiv auf den gesamten Gesundungsprozess aus.

 

Unser Angebot für Sie:

• Unterstützung und Hilfe bei der Bewältigung von Diagnose und Krankheit

• Umgang mit Ängsten, Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, etc.

• Entwicklung von persönlichen Bewältigungsmöglichkeiten, - von neuen Zielen und Hilfe bei der Bewältigung

  von Alltagsproblemen

• Vermittlung zu weiteren Hilfsangeboten in Wohnortnähe (ambulante Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen,

   ambulant tätige PsychotherapeutInnen und PsychoonkologInnen)

• Erlernen von Entspannungs- und Visualisierungsverfahren.

 

Häufige Belastungen durch eine Krebserkrankung

Mit der Diagnose „Krebs“ sowie mit den nachfolgenden medizinischen Behandlungen gehen meist  unterschiedliche Beeinträchtigungen und Belastungen einher. Diese können sowohl körperlicher, sozialer oder psychischer Art sein:

• Das Gefühl, dass die Diagnose einem „Todesurteil“ gleich kommt

• Der Umgang mit der Ungewissheit bezüglich des weiteren Verlaufs

• Die Nebenwirkungen der medizinischen Behandlungen

• Angst davor, wie es weitergeht

 

Wichtig ist, weiterhin am Leben teilzuhaben. Alle Menschen verfügen über gesunde Anteile, die ihnen helfen können, mit den Belastungen umzugehen und ihr Leben weiterzuleben, Dinge zu tun, die helfen los zulassen oder Freude zu empfinden. Diese Anteile gilt es zu erkennen und zu  fördern.

 

Angehörige

Auch für Partnerschaft und Familie ist die Krebserkrankung eine enorme Belastung. Betroffen sein und gleichzeitig helfen wollen, ist für die Angehörigen eine äußerst schwierige und anstrengende Aufgabe. Unser Unterstützungs- und Gesprächsangebot richtet sich ebenfalls an Angehörige während des Zeitraums, in dem eine stationäre oder ambulante Behandlung in unserer Klinik stattfindet.

 

Kontakt

Sekretariat der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie: Gabriele Simmons, Klinikum Lahnberge, Ebene 0, Raum 0-4213, Tel: 06421- 58-64012

 

Ansprechpartner

Dipl. Psychologin Barbara Lorenzmeier

Psych. Psychotherapeutin, Psychoonkologin

Tel.: 06421/58-64002

 

Für das Brustzentrum:

Dipl. Psychologin Marlis Binkowski

Psychoonkologin

06421/58-64046