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14.12.2018 : 6:07

 
 

 

Universitätsklinikum Giessen und Marburg, Standort Marburg ist dem  Deutschen Netz Rauchfreier Krankenhäuser beigetreten


Am 20. bis 22. September 2006 wurde im Rahmen der 1. Konferenz des Netzes Rauchfreier Krankenhäuser, das Universitätsklinikum Marburg in das Deutsche Netz Rauchfreier Krankenhäuser aufgenommen. Bei diesem Modellprojekt gilt es nicht nur, rauchfrei zu werden, sondern auch Raucherberatung und Tabakentwöhnung in den Klinikalltag zu integrieren.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung überreichte die Bundesdrogenbeauftragte und zugleich Schirmherrin des Deutsches Netzes Rauchfreier Krankenhäuser, Sabine Bätzing, der Vorsitzenden des Arbeitskreis Gesundheit am Universitätsklinikum,  PD Dr. Gabriele Jaques, das Zertifikat der Mitgliedschaft. „Mit der Mitgliedschaft erklärt die Krankenhausleitung, dass im Krankenhaus die europäischen Standards für Rauchfreie Krankenhäuser umgesetzt werden sollen“, so der Kaufmännische Geschäftführer des Uniklinikums, Dr. Conrad.
Krankenhäuser, die diesem Netz beitreten, spielen eine wichtige Rolle bei der Reduzierung des Tabakkonsums und seiner schädlichen Gesundheitsfolgen. Ihre Aufgabe besteht nicht nur darin, zum Schutz der Nichtraucher für eine rauchfreie Umgebung zu sorgen. Sie sind auch dazu verpflichtet, Raucher bei der Tabakentwöhnung aktiv zu unterstützen. Dies gilt sowohl für die Patienten wie auch für das Krankenhauspersonal.
Deutschland ist einer von 20 europäischen Staaten, die über ein organisiertes Netzwerk Rauchfreier Krankenhäuser verfügen.
Sabine Bätzing gratulierte dem Netz Rauchfreier Krankenhäuser ausdrücklich zur Auszeichnung durch EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou. Dieser hatte das Projekt am 12. September 2006 in Brüssel im Namen des European Network of Smoke Free Hospitals (ENSH) als innovatives, zukunftsfähiges und rasch wachsendes Netzwerk ausgezeichnet.
Insgesamt sind 80 Krankenhäuser und Reha-Kliniken Mitglied im Netz Rauchfreier Krankenhäuser, das Klinikum Marburg ist als erstes Universitätsklinikum beigetreten, so berichtet Jaques. „Rauchen ist eine Sucht, die viele ablegen wollen, es aber ohne Unterstützung nicht schaffen. Wir schicken die Raucher nicht einfach nur vor die Tür, sondern bieten ihnen bestmögliche Chancen in ein rauchfreies Leben einzusteigen“.

Die gesundheitlichen Schäden durch Rauchen sind hinlänglich bekannt. Deshalb muss Nichtrauchen in öffentlichen Räumen eine Selbstverständlichkeit werden. Eine Mehrheit der Bevölkerung wünscht eine rauchfreie Umgebung – vor allem im Krankenhaus. Krankenhäuser haben den Auftrag zur Heilung, zur Pflege und Versorgung, zur Prävention und Gesundheitsförderung und zur Forschung und Fortbildung.

Kontakt und Information:


PD Dr. Gabriele Jaques
Vorsitzende des Arbeitskreis Gesundheit
Universitätsklinikum Giessen und Marburg GmbH
Standort Marburg
Tel.:06421-58-62741
e-mail:gabriele.jaques(at)med.uni-marburg.de

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.dngfk.de und www.rauchfreie-krankenhaeuser.de