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1.7.2016 : 17:08
Literatur

Originalartikel im Hessischen Ärzteblatt (11/2006)

Stellungnahme der Landesärztekammer Hessen: Nichtraucherschutz in Gaststätten ist überfällig:
Hessisches Ärzteblatt (11/2006)

Im Artikel zitierte Literatur:

(1) United States Department of Health and Human Services: The health consequences of involuntary exposure to tobacco smoke: a report on the Surgeon General. CDC, 2006.
www.tabakkontrolle.de

(3) Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg.): Tabakrauchbelastungen in deutschen Gastronomiebetrieben und in Fernreisezügen, Heidelberg, 2006.
www.tabakkontrolle.de

(4) Deutsches Krebsforschungszentrum (Hrsg): Stabile Umsätze und gesicherte Arbeitsplätze nach Einführung der rauchfreien Gastronomie. Heidelberg, 2006.
www.tabakkontrolle.de

 

Gesundheitsrisiko Passivrauchen

Zur Diskussion um den Nichtraucherschutz in öffentlichen Räumen und in der Gastronomie


ein Artikel aus dem Hessischen Ärzteblatt (11/2006)

Heudorf U, Mersch-Sundermann V, Eikmann T

Bereits 2004 hat der Ausschuss Umwelt und Medizin der Landesärztekammer Hessen im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung auf die Gefahren durch Passivrauchen aufmerksam gemacht2. Angesichts der aktuellen Diskussion zur Frage eines Nichtraucherschutzgesetzes mit Rauchverboten in öffentlichen Einrichtungen einschließlich Gaststätten hier nochmals aus umweltmedizinischer Sicht anhand aktueller Daten Stellung bezogen werden.

Nebenstromrauch ist ein Stoffgemisch mit stark krebsauslösender Wirkung ...

Im Nebenstromrauch, dem auch Nichtraucher als Passivraucher ausgesetzt sind, sind zahlreiche reizende aber auch krebsauslösende Stoffe in höheren Konzentrationen enthalten als im Hauptstromrauch, einige Beispiele zeigt Tab. 1. Die Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Ausschuss für Gefahrstoffe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat Passivrauch in die höchste Gefahrenstufe eingestuft, ebenso wie die International Agency for Research on Cancer IARC) der Weltgesundheitsorganisation, die Passivrauch in die Gruppe 1 einstufte, d.h. krebserregend beim Menschen. Das passivrauchbedingte Lungenkrebsrisiko wird alleine für die USA mit etwa 5.000 Krebstoten pro Jahr angegeben und liegt damit um das 100- bis 1.000fache über den anderen Umweltkarzinogenen wie Asbest, Benzol etc. Das Risiko an einer passivrauchbedingten Herz-Kreislauferkrankung zu versterben, wurde auf 1-3/100 geschätzt und liegt damit um Größenordnungen über dem Risiko 1/100.000, ab welchem andere umweltbedingte Risiken gesetzlich reguliert werden. Für die weitere Beschäftigung mit Gesundheitsrisiken des Passivrauchens sei hier auf das aktuelle Kompendium des United States Department of Health and Human Services hingewiesen, das auf 700 Seiten den derzeitigen Kenntnisstand zusammenfasst (1).

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