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Quantensprung in der Tumortherapie. - 10.7:
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Carreras erhält Ehrendoktorwürde. - 10.11:
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Was ist ein CCC?. - 10.14:
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Onkologische Forschung in Marburg.
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Impressum.
Onkologische Forschung in Marburg:
Vom Verständnis genetischer Ursachen der Tumorerkrankung zur spezifischen Krebstherapie im Comprehensive Cancer Center Marburg
Krebs wird bald die führende Todesursache sein. Krebs ist eine genetischeErkrankung. Die Entschlüsselung des menschlichen Genoms hat es ermöglicht, die in Krebszellen ablaufenden molekularen Veränderungen zu verstehen. So ist die Einführung des Medikamentes Imatinib, eines Hemmstoffes eines kritischen Signalweges bestimmter Leukämiezellen, bei der chronischen myeloischen Leukämie ein erfolgreiches Beispiel für die Bedeutung angewandter Krebsforschung.
Viele Tumoren verwenden beim Prozess der Entartung ähnliche Mechanismen. Die Aufklärung dieser Signalwege ist ein wichtiges Ziel angewandter Krebsforschung. Tumorforschung sollte fachübergreifend ablaufen, um schnell in verschiedenen Krebsformen zu Fortschritten zu kommen. Das ist das Ziel des Comprehensive Cancer Center (CCC) Marburg (www.ccc-marburg.de). Das CCC basiert auf dem Institut für Molekularbiologie und Tumorforschung (www.imt.uni-marburg.de), welches eine lange Tradition auf dem Gebiet der Tumorforschung aufweist. Das IMT ist die Heimat von Leibnizpreisträgern, Sonderforschungsbereichen, Graduiertenkollegs und Forschergruppen.
Bei Leukämien und Lymphomen konnten wir wesentliche Entdeckungen machen, die zu neuartigen Behandlungskonzepten führten. Daneben identifizierten wir neue Gene, die eine wichtige Rolle bei der Leukämieentstehung spielen. Darüberhinaus forschen wir über Hoden-, Lungen-, Dickdarm-, Brust-, Eierstock-, Bauchspeicheldrüse- und kindliche Tumoren. Auch ist ein wesentlicher Schwerpunkt die Stammzelltransplantation. Eingebettet sind wir in nationale und internationale Forschungs- und Klinikverbünde. Das Koordinierungszentrum für Klinische Studien (KKS; www.kks-mr.de) hilft uns, die Erkenntnisse schnell in klinische Studien umzusetzen.
Diese Maßnahmen wurden durch Verbesserungen der klinischen Versorgung begleitet. Sehr früh führten wir multidisziplinäre Tumorkonferenzen ein. Es ist uns gelungen. diese Konferenzen auf alle Tumorentitäten auszudehnen. Die Konferenzen sind das Herzstück der klinischen Betreuung der uns anvertrauten Tumorpatienten, denn nur die Diskussion aller an der Diagnostik und Therapie Beteiligten ermöglicht eine optimale Therapie. 95% der Empfehlungen werden eingehalten, ein Spitzenwert im Vergleich mit anderen Zentren. Auch die am Ort niedergelassenen Kollegen nehmen regelmäßig an den Konferenzen teil.
Das CCC wird von der Deutschen Krebshilfe und von der Deutschen José Carreras Stiftung unterstützt. Darüberhinaus ist die Tumorbiologie ein zentraler Bereich der in der ersten Phase von DFG und Wissenschaftsrat positiv begutachteten Exzellenzinitiative. Diese wird ergänzt durch eine geplante Schwerionentherapieanlage zur modernen Tumorbehandlung.
"Klinikum Aktuell, Nr. 25, Mai 2006;
Zeitung des Standortes Marburg der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH für Patienten, Mitarbeiter und Freunde"



